Starkregen und Hochwasser im Kasseler Ostern

Presseerklärung:                                                                                                    21.05.2019

Ortsvorsteher Völler: Hochwassergefahr in Bettenhausen lange bekannt

Nicht erst seit dem hydrologischen Gutachten des Regierungspräsidenten Kassel aus dem Jahr 2017 ist bekannt, dass sich das Hochwasserrisiko durch die Losse in Bettenhausen in den letzten Jahren erhöht hat. „Wir haben immer wieder davor gewarnt, dass in der Ortslage von Bettenhausen eine signifikante Gefährdung der angrenzenden Wohn- und Gewerbegebiete durch auftretende Hochwasserereignisse vorliegt“, so Harry Völler, Ortsvorsteher von Bettenhausen. 

Die SPD fordert schon lange, dass endlich die geplanten Hochwasser-Rückhaltebecken in Kaufungen, nahe der Kunstmühle, und in Helsa, im Bereich Waldhof, gebaut werden. Die Kosten von über 12 Millionen kann aber der zuständige Wasserverband Losse nicht allein schultern. „Hier ist das Land Hessen in der Pflicht, dieses Projekt zu fördern und Vorschriften zu schaffen, die die Verfahren für die Planung, die Genehmigung und den Bau von Hochwasserschutzanlagen – soweit wie möglich und sinnvoll – erleichtern und beschleunigen, ohne die Beteiligung der Öffentlichkeit zu beschneiden“, so Harry Völler.

Es dauere einfach zu lange, bis beschlossene Maßnahmen umgesetzt werden.

Des Weiteren müssen endlich die lokalen Schutzmaßnahmen entlang des Verlaufs der Losse im Ortskern von Bettenhausen durchgeführt. „Hier erwarte ich ein schnelles Handeln und eine Unterstützung durch die zuständigen Stellen des Landes“, so Völler.

Für den tatkräftigen Einsatz der Feuerwehr, der einen größeren Schaden abwenden konnte, bedankte sich der Ortsvorsteher. 

Bettenhausen gewinnt städtebaulich und kulturell

Januar 2019

Als eine gute Nachricht bezeichnet der Bettenhäuser SPD – Stadtverordnete und Stadtteilbeauftragte Harry Völler die Sanierung des denkmalgeschützten Hallenbades Ost zu einem Bürogebäude mit Sitz eines Architekturbüros. „In Bettenhausen geht es voran und das nicht nur städtebaulich“, so der Stadtverordnete. Mit dem beschlossenen „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept Kasseler Osten (ISEK)“ wurde die Grundlagen für die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm geschaffen. Die Neunutzung des ehemaligen Hallenbades Ost oder auch die neuen Planungen für das Salzmanngebäude zeigen, dass das historisch und baukulturelle Erbe im Stadtteil als Chance begriffen wird.

„Aber nicht nur städtebaulich sondern auch kulturell passiere derzeit viel im Stadtteil“, so Harry Völler. Neben dem Sandershaus als neue Stätte  für Kunst und Kultur, baut derzeit die Stadt für 2,7 Millionen Euro den Hochbunker Agathof im alten Ortskern von Bettenhausen um und erweitert damit das Raumangebot für Musik- und Bandproben, für Kreativworkshops und Angebote für die freie Kulturszene.  Zwei Kulturträger, Klang-Keller e.V. und Kulturfabrik Salzmann e.V., können damit ihr musikalisches und kulturelles Angebot für Jugendliche und Erwachsene erweitern. Auch der Rockbunker Dormannweg wird mit 120.000 Euro über das ISEK von der Stadt gefördert. „Wir sind in Bettenhausen auf einem sehr guten Weg, den Stadtteil für Kulturschaffende noch attraktiver zu machen und den Kasseler Osten mit seinen vielfältigen und heterogenen Strukturen so weiterzuentwickeln, dass die Lebensqualität und das Image verbessert wird“, so Harry Völler.

Ersatzvornahme zur Wintersicherung von Salzmann angedroht

Der SPD – Stadtverordnete und Ortsbeiratsmitglied von Bettenhausen, Harry Völler, begrüßt den Druck der Stadt auf den Eigentümer von Salzmann, endlich für eine angemessene Wintersicherung des Kulturdenkmals zu sorgen.

Mit Verfügung der Stadt vom 10.12.2015 wurde in der Zwischenzeit der Eigentümer aufgefordert Sicherungsarbeiten auszuführen, um die gefährdete Bausubstanz zu schützen. Mit den Sicherungsarbeiten soll in der dritten Januarwoche begonnen werden. Nach erfolglosem Verstreichen dieser Frist werden die Sicherungsarbeiten als Ersatzvornahme auf Kosten des Eigentümers ausgeführt.

„Damit eine Entwicklung dieses bedeutsamen Zeugnisses von Industrie-geschichte in Kassel weiterhin möglich ist, muss nun endlich der Eigentümer handeln“, so Harry Völler. So wie der historische Messinghof als Geburts-stätte des Herkules derzeit von der Eigentümerfamilie Glinicke vorbildlich saniert werde, erwartet der Stadtverordnete mindestens eine Sicherung der Bausubstand vom derzeitigen Eigentümer des Salzmanngebäudes.

Flüchtlingsunterbringung RENO-Schuhcentrum

Täglich kommen Menschen nach Kassel aus Krisengebieten, die z. B. in Syrien vor Gewalt und Krieg fliehen oder sich auf den gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa machen.

Für das Land Hessen und für die Stadt Kassel stellt die Unterbringung dieser vieler Menschen vor großen Herausforderungen, denn oftmals brauchen die ankommenden Flüchtlinge noch am selben Tag ein Dach über den Kopf.

Deshalb wird in dem ehemaligen RENO-Schuhcentrum an der Leipziger Straße 151 in Bettenhausen Ende des Jahres 2015 eine sogenannte Überlaufeinrichtung eingerichtet, um die weiterhin steigenden Zugangszahlen von Flüchtlingen kurzfristig unterzubringen, ansonsten droht den Schutz suchenden Menschen die Obdachlosigkeit.

Ich würde mich freuen, wenn die Anwohner sich über dieses sensible und durchaus auch emotionale Thema möglichst sachlich bei den verschiedenen Informationsveranstaltungen mit der Stadt oder mit dem Vermieter der Wohnanlagen, die Wohnstadt, ins Gespräch kommen.

Wenn Sie sich engagieren wollen, wenn Sie wie viele andere Bürgerinnen und Bürger in Kassel helfen wollen, wenden Sie sich an die Koordinatorin für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe der Stadt Kassel:
Peggy Niering
Zukunftsbüro der Stadt Kassel

Rathaus, W 322
Obere Königsstraße 8
34117 Kasse

Tel. 0561 787 2185
peggy.niering@kassel.de