Interview im Newsletter mit Harry Völler

Newsletter:

Herr Völler, Sie sind umwelt- und energiepolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion. Was sind die Themen, die den Ausschuss Umweltausschuss aktuell beschäftigt haben?

Völler:

Für die Dönche als größtes innerstädtisches Naturschutzgebiet bestand immer wieder die Gefahr in den Sommermonaten auszutrocknen, weil zu wenig Wasser über die Bachläufe in das Feuchtgebiet und Biotop fliest. Nach intensiven Diskussionen im Ausschuss aber auch in den betroffenen Ortsbeiräten haben wir nun eine Lösung gefunden, die Gegebenheiten der Fließgewässer in diesem Gebiet so zu verändern, dass der Dönchebach mit ausreichendem Wasser versorgt wird.

Weitere Themen waren u.a. die Wertstofftonne und das Abfallkonzept, die Wasserqualität im BUGA-See, das Grün- und Alleenkonzept und die Salzabwasserentsorgung des Unternehmens K + S.

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Wie unterstützt die SPD-Fraktion die Energiewende?

Völler:

Der Klimawandel stellt uns vor großen Herausforderungen. Deshalb unterstützen wir das Ziel, baldmöglichst die Energie in der Stadt und in der Region komplett aus erneuerbaren Ressourcen zu gewinnen und Maßnahmen für Energieeinsparungen und Energieeffizienz umzusetzen.

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Wie sieht das konkret aus?

Völler:

Auf Grundlage eines SPD-Antrages wurde in Kassel die Genossenschaft Bürger Energie Kassel & Söhre gegründet, die derzeit mit über 700 Mitglieder mehr als 3 Mill. Kapital verwaltet. Diese hat sich an den Windparks der Städtischen Werken beteiligt und unterstützt den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Als Aufsichtsratsvorsitzender dieser Bürgerenergiegenossenschaft will ich dazu beitragen, dass Energiewende in Verantwortung für die Region gelingt.

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Stichwort Klimaschutz.

Völler:

Hier haben wir in der Stadtverordnetenversammlung ein integriertes Klimaschutzkonzept beschlossen, dass Handlungsfelder und zugeordnete Projekte beschreibt und Schritt für Schritt umgesetzt wird.

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Was sind die umwelt- und energiepolitischen Herausforderungen in Kassel, mit der sich die SPD-Fraktion beschäftigen wird?

Völler:

In den nächsten Monaten werden wir uns insbesondere mit der Fortschreibung des Luftreinhalteplans und mit dem Lärmaktionsplan für den Raum Kassel beschäftigen. Ziel muss sein, die hohen CO2– und -Stickstoffdioxidbelastungen in Kassel zu reduzieren. Handlungsbedarf besteht auch bei der Reduzierung der Lärmbelastungen, weil uns die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger am Herzen liegt.

Publiziert 26.11.2015