SPD fordert mehr Unterstützung bei Klimaschutz und Energiewende vom Land Hessen

Die Kasseler SPD-Fraktion fordert von der hessischen Landesregierung eine stärkere Unterstützung der Stadt bei der beschlossenen Energiewende und bei der Verwirklichung der Klimaschutzziele. „Was wir brauchen, ist ein spezifisches Förderprogramm und zusätzliche Investitionsanreize zur Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden“, so der umwelt- und energiepolitische Sprecher der SPD-Rathausfraktion Harry Völler. Verstärkt sollte eine technologieoffene und modulare Gebäudesanierung gefördert werden, die auch die finanziellen Möglichkeiten der Eigentümer berücksichtigt und sich möglichst in ein bestehendes energetisches Quartierskonzept einfügt. Völler kritisiert, dass derzeit die einzelnen Maßnahmen eher unkoordiniert und nach dem Zufallsprinzip durchgeführt werden. „Statt einzelne Objekte zu fördern, brauchen wir gebietsbezogene Konzepte und Handlungsprogramme, die eine stadtteilbezogene Bündelung von Maßnahmen und Förderprogrammen ermöglichen“, so der Stadtverordnete. Dabei seien Wärme- und Stromversorgung zusammenhängend zu betrachten. Die hessische Landesregierung wird aufgefordert, die bestehenden Angebote durch flankierende Förderangebote, insbesondere im Bereich des geförderten Wohnungsbaus, sinnvoll zu ergänzen. Obwohl allen klar sei, dass in Deutschland im Gebäudebestand die größten Energieeinsparpotentiale liegen, orientiere sich die Städtebauförderung zu wenig an den Zielen des Klimaschutzes und den erwarteten Folgen des Klimawandels. „Die Stadt Kassel engagiert sich mit großem Einsatz für den Klimaschutz und für die Energiewende. Aber ohne zusätzliche Unterstützung durch das Land werden wir die beschlossenen Ziele zur Kohlendioxid-Reduktion nicht erfüllen“, so Harry Völler.

Publiziert: 15.01.2015